Fragen & Antworten GT 3a

Was ist der Gemeinsame Tarif 3a (GT 3a)?

Der GT 3a regelt, wieviel Sie z. B. für die Berieselung Ihrer Geschäftsräume mit Hintergrundmusik oder für die Wiedergabe von Filmen und Fernsehsendungen bezahlen. Das Geld wird an die Komponisten, Textautorinnen oder Interpreten der Musik sowie an die Produzenten, Drehbuchautorinnen und Schauspieler der Filme und Sendungen verteilt.

 

Vertreten werden die Künstlerinnen, Produzenten und Drehbuchautorinnen durch die fünf Verwertungsgesellschaften in der Schweiz. Da es sich beim GT 3a um einen „Gemeinsamen Tarif“ handelt, erhalten Sie nur eine Rechnung von der SUISA. Mit der Bezahlung der SUISA-Rechnung sind die Rechte aller fünf Gesellschaften abgegolten.

 

 

Wer muss eine Vergütung gemäss GT 3a bezahlen?

Sie müssen eine Vergütung gemäss GT 3a bezahlen, wenn mindestens einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • In Ihrem Restaurant, Ladenlokal oder sonstigen Räumen Ihres Betriebes läuft Hintergrundmusik.
  • Sie geben in Ihren Betriebsräumen Filme, Radio- oder Fernsehsendungen wieder.
  • Sie betreiben Gästezimmer, Ferienwohnungen, Patientenzimmer oder ähnliches und stellen dort entsprechende Geräte für die Wiedergabe von Filmen, Radio- und Fernsehsendungen zur Verfügung.
  • Sie spielen Musik in Ihrer Telefonwarteschleife ab.

 

Wenn sie also Werke und Leistungen nutzen, die Komponistinnen, Textautoren, Interpretinnen, Drehbuchautoren oder Produzentinnen geschaffen haben, haben diese laut Gesetz ein Recht darauf, für die Nutzung ihrer Werke und Leistungen eine Vergütung zu erhalten.

 

 

Ab welcher Ladengrösse muss ich bezahlen? Was ist, wenn meine berieselte Fläche weniger als 1000 m2 beträgt?

Es gibt keine Ausnahmen für kleine Läden. Sobald in ihrem Geschäft Hintergrundmusik läuft oder Filme und Fernsehsendungen gezeigt werden, müssen Sie eine Vergütung gemäss GT 3a zahlen. Sie erhalten damit Zugang zum Weltrepertoire an Musik zu einem sehr günstigen Preis.

 

 

An welchen Nutzungsorten bezahle ich GT 3a?

Unternehmen bzw. Organisationen bezahlen eine Urheberrechtsvergütung gemäss GT 3a, wenn Sie Musik und/oder Videos an einem der folgenden Orte für ihre Mitarbeitenden, Kunden, Gästen etc. zugänglich machen:

 

  • Telefonwarteschlaufe
  • Ladengeschäft
  • Coiffeursalon
  • Gastronomie (Restaurants, Bars etc.)
  • Lift in einem Unternehmen
  • Büro
  • Warteraum in Praxis oder Amt
  • Firmenauto/Lieferwagen
  • Möblierte Wohnungen/Zimmer, die zu kommerziellen Zwecken vermietet werden, z.B Ferienwohnungen, Patientenzimmer, Airbnb, Studentenzimmer, Apartmenthotel
  • Foyer eines Firmengebäudes
  • Parkhaus
  • Werkstatt
  • Ausstellung
  • Verkaufsstand
  • Skilift-Station
  • Eisfeld oder Sportplatz
  • Aufenthaltsräume in Heimen
  • Jugendtreff

 


Muss ich mich bei der SUISA melden, falls ich Musik öffentlich nutze, oder kommt die SUISA auf mich zu?

Sie müssen sich selbständig bei der SUISA melden, am einfachsten über unsere Webseite www.suisa.ch/3a. Wenn Sie Musik ohne Bewilligung der SUISA nutzen, kann die SUISA die Entschädigung verdoppeln. Sollten Sie die Anmeldung vergessen haben müssen Sie jedoch nichts befürchten, sofern Sie sich umgehend bei uns melden. Wir stellen Ihnen dann eine normale Rechnung für die bisher nicht gemeldete Nutzung aus.

 

 

Wieviel muss ich für den GT3a bezahlen?

Die Höhe des Tarifs ist abhängig von der Fläche, die berieselt wird bzw. auf der Filme und Fernsehsendungen wiedergegeben werden. Die Flächen pro Standort werden addiert, einschliesslich allfälliger Gästezimmer. Wenn ein Kunde mehrere Standorte (Geschäftslokale, Betriebsstätten, Filialen etc.) betreibt, so ist die Vergütung für jeden Standort separat geschuldet.

 

Für Hintergrundmusik beträgt die Vergütung auf einer Fläche von bis zu 1000 m2 CHF 19.20 pro Monat (zuzügl. MWSt). Für die Nutzung audiovisueller Werke und Leistungen (Filme und Fernsehsendungen) beträgt die Vergütung auf einer Fläche bis 1000 m2 CHF 20.80 pro Monat (zuzügl. MWSt). Für grössere Flächen gelten zusätzliche Entschädigungen gemäss Ziffer 6 des Tarifs. Diese Pauschalen gelten jeweils auch für die Musik in Telefonwarteschleifen, abgestuft nach Anzahl Amtslinien.

 

Sie erhalten also mit dem GT 3a Zugang zum Weltrepertoire an Musik zu einem sehr günstigen Preis.

 

 

Wie oft erhalte ich von der SUISA für diesen Tarif eine Rechnung?

Die SUISA verschickt die Rechnungen für den GT 3a einmal pro Jahr. In der Regel gilt die Erlaubnis für das ganze Kalenderjahr (1.1. bis 31.12.) und entspricht somit der 12-fachen Monatsentschädigung. Bei Betrieben oder Ferienwohnungen, die nicht das ganze Jahr hindurch Musik oder Filme nutzen, wird nur die relevante Anzahl Monate in Rechnung gestellt.

 

Ohne Mitteilung einer Änderung an die SUISA wird die Rechnung für das Folgejahr wieder genau gleich ausgestellt. Im Falle von einmaligen Nutzungen (z. B. an Messeständen oder bei zeitlich beschränken Sportereignissen) wird eine Einzelrechnung für den entsprechenden Zeitraum ausgestellt, wobei jeder angefangene Kalendermonat berücksichtigt wird. In jedem Fall beträgt der Rechnungsbetrag mindestens eine Monatsentschädigung.

 

 

Ich habe vergessen, relevante Änderungen zu melden und habe wieder eine Rechnung erhalten. Muss ich diese bezahlen? Wie soll ich vorgehen?

Teilen Sie die Änderungen der SUISA via Infoline (0844 234 234) mit. Wenn Sie die Rechnung noch nicht bezahlt haben, können wir diese stornieren und eine neue erstellen. Falls Sie die Rechnung bereits bezahlt haben, können wir Ihnen den Differenzbetrag zurückerstatten oder bei der nächsten Rechnung gutschreiben.

  

 

Ich bezahle bereits die allgemeinen Radio- und Fernsehempfangsgebühren, warum muss ich auch bei der SUISA bezahlen?

Die Abgabe nach dem Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) ist die Basis, damit in der Schweiz unabhängige Radio- und Fernsehprogramme entstehen und gesendet werden können. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) verteilt diese Einnahmen an die SRG sowie weitere Radio- und TV-Sender mit Leistungsauftrag, die damit ihre Sendetätigkeit finanzieren können.

 

Die Urheberrechtsvergütungen, die sie an die SUISA zahlen, ist den Komponisten, Textautorinnen und Interpreten der Musik sowie den Produzenten, Drehbuchautorinnen und Schauspieler der Filme und Sendungen geschuldet. Diese haben einen Anspruch auf eine Vergütung, wenn ihre Werke und Leistungen ausserhalb der Privatsphäre verwendet werden, z. B. zur Berieselung von Verkaufsgeschäften, Restaurants, Aufenthaltsräumen, Arbeitsräumen oder als Musik in Telefonwarteschleifen.

 

 

Ich muss keine Empfangsgebühren bezahlen. Gilt das folglich auch für die Vergütungen an die SUISA gemäss GT 3a?

Nein, die Urheberrechtsvergütungen sind unabhängig von den Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen geschuldet. Auch wenn ein Unternehmen keine Radio- und TV-Gebühren bezahlen muss – weil z.B. der Jahresumsatz weniger als 500‘000 CHF beträgt – muss es die Vergütung gemäss GT 3a bezahlen, wenn es ausserhalb der Privatsphäre Musik, Filme oder Fernsehsendungen abspielt.

 

 

Kann ich mich vom GT 3a befreien?

Eine Befreiung ist nicht möglich. Wer musikalische und audiovisuelle Werke nutzt, muss dafür auch die im Tarif geregelte Vergütung bezahlen, da die Rechtsinhaber von Gesetzes wegen Anspruch auf eine Entschädigung haben.

 

 

Ich habe bisher an die Billag bezahlt – muss ich nun an die SUISA bezahlen?

Ja, die Billag hat bis Ende 2018 im Auftrag der SUISA die Urheberrechtsvergütungen eingezogen. Seit dem 1. Januar 2019 führt die SUISA das Inkasso für die Vergütungen gemäss GT 3a selber durch.

 

 

Ich habe bereits für die CD bezahlt, die in meinem Geschäft läuft. Wieso muss ich auch noch an die SUISA zahlen?

Mit dem Kauf der CD können Sie die Musik im privaten Rahmen z.B. zu Hause oder im Auto hören. Die Nutzung ausserhalb dieses Rahmens ist im Kaufpreis der CD nicht inbegriffen. Hierfür müssen Sie eine Vergütung gemäss GT 3a bezahlen.

 

 

Gilt die Nutzung in Ferienwohnungen und Gästezimmern als privat?

Nein, wenn Ferienwohnungen und Gästezimmer vermietet werden und mit entsprechenden Geräten ausgestattet sind, muss der Vermieter eine Vergütung gemäss GT 3a bezahlen.

 

 

In meinem Lokal läuft nicht nur Hintergrundmusik, sondern ab und zu auch Livemusik. Bleibt der Tarif derselbe?

Nein, für Livemusik gelten andere Tarife. Genauso, wie die Möglichkeiten der Nutzung von Musik verschieden sind, gibt es auch unterschiedliche Tarife, die auf die jeweilige Nutzung abgestimmt sind. 

 

 

Muss ich angeben, welche Musik ich genutzt habe? Ist ein Verzeichnis der gespielten Musik notwendig?

Nein, das ist nicht notwendig.

 

 

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